Phase 3 – Modul 2: Phishing und Social Engineering erkennen
Lernen Sie, wie Angreifer Vertrauen, Zeitdruck und Gewohnheiten ausnutzen, um Menschen zu riskanten Handlungen zu bewegen.
Verstehen
Social Engineering greift nicht zuerst ein Gerät an, sondern beeinflusst einen Menschen. Typische Auslöser sind Angst, Neugier, Hilfsbereitschaft, Autorität und Zeitdruck. Eine professionell gestaltete Nachricht ist deshalb nicht automatisch echt. Auch bekannte Namen, Logos und Absenderanzeigen können nachgeahmt werden.
Inhalte:
- Phishing (E-Mail), Smishing (SMS) und betrügerische Anrufe
- Gefälschte Absender und künstlicher Zeitdruck
- Gefälschte Login-Seiten und verdächtige Links
- Manipulierte QR-Codes und schädliche Anhänge
- Identitätsmissbrauch und vorgetäuschte Autorität
Lernziel: Die Lernenden können typische Manipulationsmuster erkennen, Links und Absender kritisch prüfen und eine verdächtige Anfrage über einen unabhängigen Kommunikationsweg verifizieren.
Ausprobieren
Analysieren Sie vorbereitete Nachrichten und prüfen Sie diese auf typische Warnsignale.
Praxis:
Vergleichen Sie vorbereitete Nachrichten und prüfen Sie:
- Wer verlangt etwas und wird Druck aufgebaut?
- Wohin führt der Link tatsächlich (Mouse-Over)?
- Passt die Domain zum behaupteten Absender?
- Werden Zugangsdaten, Zahlungen oder persönliche Informationen verlangt?
- Gibt es einen unabhängigen Kontaktweg (z.B. offizielle Webseite)?
Nachweisen
Wenden Sie Ihr Wissen auf ein realistisches Szenario an.
Modulabschluss (Szenario):
Sie erhalten eine dringende Nachricht Ihrer Bank mit einem Link zur angeblichen Kontobestätigung. Welche Schritte führen Sie durch, bevor Sie reagieren?
- Nicht überstürzt klicken.
- Absender und Domain des Links prüfen.
- Keine Zugangsdaten über den Link eingeben.
- Die Bank über die bekannte App, Webseite oder Telefonnummer kontaktieren.
- Die Nachricht gegebenenfalls melden.